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Findelkinderheim Sf. Tereza in Piatra Neamt


EINE ZWEITE CHANCE IM LEBEN DER VERLASSENEN KINDER

Im Dezember 1999 entdeckten Angestellte das Baby Nicolae an der Treppe zum Spital in Piatra Neamt. Völlig unterernährt lag Stefano im Januar 2000 in eine Decke gehüllt im Schnee vor dem Kinderspital. Ebenfalls bei eisigen Minustemperaturen fanden Passanten Paula im Stadtpark. Ihr Körperchen war mit Furunkeln übersät. Erst wenige Tage und Wochen alt erlebten die Babys das grausame Schicksal der Findelkinder. Bittere Armut und familiäre Zerrüttung trieb die Mütter in die schiere Verzweiflung. Sie haben keinen anderen Ausweg gefunden, als ihre Kinder auszusetzen. Es blieb allein die Hoffnung, dass sich jemand um die ausgesetzten Kinder kümmern möge.
Nicolae, Stefano und Paula hatten Glück. Sie fanden Aufnahme im neugegründeten Centrul Tereza. Im Findelkinderheim bekamen sie die Chance auf ein zweites Leben.

Findelkinderheim in Piatra Neamt – eine tolle Erfolgsgeschichte

Im Findelkinderheim Sf. Tereza leben gegenwärtig 53 Kinder im Alter von 2 bis 14 Jahren. Sie finden hier eine familiäre Atmosphäre, viel Liebe und Geborgenheit. Ein kompetentes Betreuerteam mit einer Ärztin, einer Psychologin, drei Sozialarbeiterinnen sowie Erzieherinnen und Kinderbetreuerinnen sind im Schichtbetrieb rund um die Uhr für die Kinder da. Mit viel Hingabe versucht das Team, die Familie so gut es geht zu ersetzen. Das gelingt auch hervorragend, wenn man einmal vom traurigen Schicksal der Kinder absieht, ohne leibliche Eltern aufwachsen zu müssen. Organisation und Betrieb des Zentrums erfüllen in allen Belangen höchste schweizerische Standards.

Das Kinderheim ist 1999 von Peter Maag, Netstal, zusammen mit der Rumänienhilfe Wallis gegründet worden. Zuerst war das Heim mit drei Kindern im Säuglingsalter in einer kleinen Wohnung untergebracht. Zwei Jahre später gab sich die Gelegenheit für den Kauf eines Terrains mit einem Neun-Zimmer-Haus und viel Umschwung am Stadtrand. Weil immer neue Kinder zur Familie kamen, waren die Platzverhältnisse bald einmal zu klein. 2004 machte die Stiftung Centrum Tereza, die für die Finanzierung und den Betrieb verantwortlich ist, einen grossen Schritt vorwärts. Das Zentrum wurde um ein modernes, vierstöckiges Gebäude mit acht Wohneinheiten erweitert. Die gesamten Betriebskosten werden mit Spendengeldern gedeckt.
Das Projekt Centrul Tereza hat sich zu einer tollen Erfolgsgeschichte humanitärer Privatinitiative in Rumänien
entwickelt.

 

     

     

 

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